Eine Selbsthilfegruppe ist ein Zusammenschluss von Menschen, die alle von der gleichen körperlichen Erkrankung oder Behinderung, der gleichen Suchterkrankung, dem gleichen psychischen oder sozialen Problem betroffen sind.

Als Betroffene oder Angehörige haben Sie die Möglichkeit

  • sich gegenseitig zu unterstützen
  • sich in schwierigen Situationen Mut zu machen
  • aktuelle Informationen und Erfahrungen auszutauschen
  • die Öffentlichkeit auf Ihr Thema aufmerksam zu machen
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu besprechen
  • soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen

In einer Selbsthilfegruppe gibt es ein wechselseitiges ‚Geben und Nehmen′.

Manchmal brauchen Sie etwas von anderen: Verständnis, Anerkennung, jemanden, der zuhört, mitfühlt und einfach da ist…

Manchmal brauchen andere etwas von ihnen: Verständnis, Anerkennung, jemanden, der zuhört, mitfühlt und einfach da ist…

Eine Selbsthilfegruppe kann eine professionelle Beratung oder Therapie nicht ersetzen. Sie ist aber in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Selbsthilfegruppe für Sie das Richtige ist, vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch in der KoBS und klären Sie dort mit fachkundiger Hilfe, welchen Weg Sie gehen wollen.

Die KoBS führt eine Kartei, die Informationen über 180-200 Selbsthilfegruppen im gesamten Landkreis Emsland enthält. Wenn Sie als persönlich Betroffene oder Angehörige eine Gruppe suchen, können Sie hier auf diesen Seiten unter der Rubrik Selbsthilfegruppen nach Ihrem Thema suchen. Sie können aber auch direkt zur KoBS Kontakt aufnehmen und nach einer passenden Gruppe fragen.

Ob Sie sich in einer Gruppe auf Dauer wohlfühlen, können Sie nur selbst herausfinden.

In der Regel finden Sie bei den Informationen zur Gruppe die Telefonnummer eines Ansprechpartners oder einer Ansprechpartnerin. Rufen Sie dort an und besprechen Ihr Interesse und Ihren Wunsch, an der Selbsthilfegruppe teilzunehmen.
Die Ansprechpartner der Gruppen werden Ihnen Termin und Ort des nächsten Treffens mitteilen oder Sie ggf. an die KoBS verweisen, wenn die Gruppe vorübergehend keine neuen Mitglieder mehr aufnimmt.

Vielleicht haben Sie auf unseren Seiten keine passende Gruppe im Landkreis Emsland gefunden. Oder vielleicht ist die bestehende Gruppe zu weit von Ihrem Wohnort entfernt. Dann haben Sie die Möglichkeit, mit der KoBS über die Gründung einer neuen Gruppe in Ihrer Nähe zu sprechen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wenn Sie als Betroffene oder Angehörige eine neue Gruppe gründen möchten, ist Ihnen die KoBS dabei gern behilflich. Unser Angebot an Sie

  • ein klärendes persönliches Gespräch zu allen Fragen rund um die Neugründung (Thema, Zielgruppe, Wünsche und Erwartungen, Schwierigkeiten bei der Umsetzung und vieles mehr)
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Presseartikel)
  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten
  • Erste Kontaktadresse für Interessierte
  • Unterstützung bei der Moderation eines ersten Treffens
  • auf Wunsch Begleitung der ersten Treffen durch eine In-Gang-Setzerin
  • Beratung zu Fragen der finanziellen Unterstützung der Gruppe

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist kostenlos. Auch die Beratung durch die KoBS ist grundsätzlich kostenlos.

Im Einzelfall kann bei den Gruppen ein geringer Betrag für Anmietung eines Raumes anfallen oder Gruppenmitglieder verabreden eine Umlage für Getränke oder Feste.

Selbsthilfegruppen haben keine professionelle Leitung von z.B. Ärzten oder Therapeuten. Dennoch haben fast alle Gruppen eine ‚Leitung’, die die regelmäßig stattfindenden Treffen moderiert, die Ansprechpartnerin für neue Interessierte ist und die Gruppe nach außen vertritt. Diese Leitung wird immer von einem Mitglied der Gruppe gestellt, ist also stets selbst Betroffene. Die Gruppe hat darüber hinaus die Möglichkeit, Fachkräfte für einen Vortrag oder zur Klärung spezieller Fragen zu ihren Treffen einzuladen.

Selbstverständlich ist es der Gruppe selbst überlassen, wie häufig die Treffen sind und wie lange sie dauern sollen.

Es hat sich aber gezeigt, dass vor allem zu Beginn ein wöchentlicher oder 14-tägiger Rhythmus sinnvoll ist, um sich kennen zu lernen und miteinander vertraut zu werden.

Ein Treffen sollte auch die Zeit von 1,5 oder max. 2 Stunden nicht überschreiten, da bei längerer Dauer die Aufmerksamkeit stark nachlässt, die Teilnehmer erschöpft sind und die Treffen im Nachhinein eher als Belastung empfunden werden.

Die KoBS ist Ihnen bei der Raumsuche gern behilflich.

In den Räumlichkeiten des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Meppen, zu dem auch die KoBS gehört, steht ein Gruppenraum für max. 15 Personen kostenlos zur Verfügung und wird gern und häufig von Selbsthilfegruppen genutzt. Informationen, welche Zeiten noch frei sind und von Gruppen reserviert werden können, erhalten Sie in der KoBS.

Außerdem stehen Räumlichkeiten in Kirchengemeinden, Mehrgenerationenhäusern, manchmal auch in Apotheken oder bei Krankenkassen zur Verfügung.

Es ist ein wichtiger Grundsatz der Selbsthilfearbeit, dass die Teilnehmenden alles, was sie über die anderen Gruppenmitglieder erfahren und alles, was Inhalt der Gespräche bei den Gruppentreffen war, für sich behalten und nicht an Außenstehende weitergeben.

Auch die Mitarbeiter der KoBS unterliegen der Schweigepflicht gemäß § 5 Abs. 2 und § 41 des Bundesdatenschutzgesetzes. Auch Kontakte mit der KoBS werden vertraulich behandelt.

Grundsätzlich gibt es

  • Gruppen nur für Betroffene
  • Gruppen nur für Angehörige
  • Gruppen für Betroffene und Angehörige

Jede Gruppe entscheidet selbst, für wen sie offen ist.

KoBS ist die Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe im Emsland. Die KoBS besteht seit 1992 und gehört zum Paritätischen Wohlfahrtsverband, Kreisverband Emsland.

Die KoBS hat ihren Sitz in Meppen, ist aber für das gesamte Emsland zuständig. Dazu gehören Gruppen von Emsbüren im Süden bis Papenburg im Norden.

Die KoBS berät Menschen, die sich einer Selbsthilfegruppe anschließen oder eine Gruppe gründen möchten.
Die KoBS unterstützt bestehende Selbsthilfegruppen, organisiert den Kontakt untereinander, bietet Fortbildungen an, hilft bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei Fragen der Finanzierung.
Die KoBS vertritt das Thema ‚Selbsthilfe′ in Gremien und Netzwerken, arbeitet in überregionalen Arbeitskreisen mit und sorgt insgesamt dafür, dass die Selbsthilfe in der Öffentlichkeit präsent ist und ihren Platz im gesundheitlichen Versorgungssystem festigt.

Für Menschen, die eine Selbsthilfegruppe suchen oder sich über Selbsthilfegruppen informieren möchten, ist die Beratung der KoBS kostenlos, absolut vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.

Landkreis und Krankenkassen fördern die Arbeit der Selbsthilfegruppen. Über Einzelheiten und Zugangswege zur Förderung informiert die KoBS.

Die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe geschieht freiwillig und ist kostenlos. Wenn Sie in einer Gruppe mitarbeiten möchten, sollten Sie aber bereit sein, regelmäßig an den Gruppentreffen teilzunehmen und jemanden aus der Gruppe zu informieren, wenn Sie verhindert sind bzw. grundsätzlich kein Interesse mehr haben.